…und wie war’s in
Australien & Neuseeland?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5 Fragen an Barbara.
Reisebegleitung: Jan und Tochter Mika (4 Monate)

Barbara, ihr wart im Februar 2016 acht Wochen in Australien und Neuseeland. Was hat euch so weit in die Ferne verschlagen?

Wir sind schon sehr lange Australien-Fans. Seit wir vor ein paar Jahren einmal da waren, wussten wir, wir würden wieder kommen. Und Neuseeland war schon länger auf unserer Bucket List, also dachten wir, wir verbinden das. Natürlich braucht man für so einen Trip genügend Zeit – da hat sich die Elternzeit, in der auch Jan zwei Monate frei hatte, natürlich angeboten. Wir haben gesagt: wenn mit der Geburt alles gut läuft und wenn wir uns vorstellen können, mit Mika gut zu verreisen, dann machen wir das. Respekt vor dem Flug hatten wir schon, aber es ist sehr gut gelaufen.

Wo habt ihr gewohnt und wie wart ihr unterwegs?

Wir sind zunächst von Berlin über Dubai nach Australien (Perth) geflogen. In Australien haben wir überwiegend in Airbnbs gewohnt. Die Ausnahme war Sydney, da wohnten wir bei einer Freundin von mir, die ich vor ein paar Jahren auf Bali kennengelernt habe. Die Hauptstationen waren Freemantle, die Margaret River Region, Sydney und Central Coast.

Nach vier Wochen sind wir von Sydney nach Auckland geflogen. In Neuseeland waren wir die ganze Zeit mit dem Camper-Van unterwegs. Schlafen, Essen, Kochen – wir haben alles im Van gemacht! Unsere Route in Neuseeland: Von Auckland kurz hoch in den Norden, zurück nach Rotorua, Wellington, Fähre nach Picton, Nelson, Abel-Tasman-Nationalpark und Queen Charlotte Sound (Totaranui).

 
 
 
 
 
 

…und, wie war´s?

Es war ganz großartig, aufregend, anstrengend, lehrreich, kräftezehrend und gleichzeitig kraftspendend und summa summarum eine tolle Zeit zu dritt, die ich nicht missen möchte. Wir haben durch den Camper wahnsinnig viel gesehen in Neuseeland. Es war wirklich ein ungalubliches (Natur)Erlebnis, etwas Vergleichbares hatte ich vorher nur auf Sri Lanka.

Das Campen war für mich allerdings erst einmal eine echte Herausforderung. Camping an sich war noch nie mein Ding, aber für Neuseeland habe ich mich drauf eingelassen. Und obwohl unser Camper relativ groß war, viel Platz für Privatsphäre bleibt nicht. Zum Glück hatten wir bis auf zwei- oder dreimal tolles Wetter, so dass wir die meiste Zeit draussen sein konnten.

Und auch wenn ich kein Camping-Fan bin, bin ich der festen Überzeugung: eine Neuseelandreise sollte man unbedingt mit dem Camper machen. Näher kann man der Natur ja kaum sein, und das ist ja das Besondere an Neuseeland. Man kann sich kaum vorstellen, welch atemberaubende Ausblicke ich jeden Morgen von meinem Bett beim Blick aus dem Fenster hatte. Allein das hat mich immer wieder versöhnt.

Außerdem hatten wir sowohl in Australien als auch in Neuseeland eine tolle Mischung aus Stadt und Natur. Das würde ich auch immer wieder so machen. Zwei Monate ganz ohne Zivilisation wäre nichts für mich, aber die Abwechslung war toll.

Warum ist Australien für Eltern und für Kinder toll?

Die Australier haben wir wieder als wahnsinnig nett, hilfsbereit und kinderfreundlich wahrgenommen. Da hat jeder unserer Hosts noch ein Kinderbett oder einen Hochstuhl irgendwoher organisiert. Eine Familie war sogar so nett und hat uns nach unserem Aufenthalt zum Flughafen gefahren. Oder in Restaurants: das schaute niemand schief, wenn Mika mal einen schlechten Tag hatte und dies lautstark bekundete. Für die Neuseeländer gilt genau das Gleiche, sie sind sogar noch ein bisschen netter, falls das überhaupt möglich ist.

Gibt es etwas zu beachten?

Man sollte sich vorher klar machen, dass so etwas wie “Beach-Tage“ mit einem Baby einfach nicht drin sind. Das ist zu heiß und zu sandig und zu langweilig. Außerdem war uns die australische Sonne dann doch zu gefährlich, auch wenn wir Mika immer gut geschützt haben.

Insgesamt würde ich als Tipp mitgeben, es etwas langsamer als wir angehen zu lassen, also weniger Ortswechsel und dafür länger an einem Ort bleiben. Wir dachten, wir können unseren Reiserhythmus aus der Zeit ohne Kind beibehalten – und das war einfach zu anstrengend. Früher wollten wir immer so viel wie möglich sehen und erleben, das geht einfach nicht mehr. Ein Kind entschleunigt ja auch, und ich kann nur empfehlen, sich auf die Entschleunigung einzulassen, das tut wirklich gut und Eltern und Kind sind am Ende des Tage einfach zufriedener.

Im Nachhinein fand ich es gut, dass wir mit Mika gefahren sind, als sie noch so klein war. Jetzt, zehn Monate später, ist das schon viel anstrengender, weil sie nicht mehr so viel schläft.

Tipps

ESSEN

Wir haben immer in der Gegend geschaut, was wir toll finden und dort dann gleich wieder nach einem Tipp gefragt. Fast jeder Restaurantbesitzer hatte einen Buddy, der auch ein Restaurant oder ein Cafe besitzt, so sind wir von einem zum anderen gekommen. Außerdem habe ich vorher Reiseblogs gelesen und mir Dinge notiert. The Urbanlist ist eine gute Seite.

UNTERKÜNFTE

Australien: alles über AirBnB. Neuseeland: Camper über Maui.

SONSTIGES

Für die Campingplätze ist die App Camping NZ sehr gut. Ich habe vorher immer angerufen, ob etwas frei ist.