…und wie war’s auf
Mallorca?

5 Fragen an Claudia.
Reisebegleitung: Mann, Maus (7) und Mips (3).

Claudia, ihr wart im Oktober 2017 für 10 Tage auf Mallorca – eine spontane Entscheidung oder war der Urlaub schon länger geplant?

Es war eine spontane Entscheidung. Wichtig war uns vor allem, dass die Anreise nicht zu lange dauert, wir im besten Fall noch baden können und dass wir eine schöne Unterkunft haben, wo wir auch mal am Pool bleiben können und bei Regen genügend Platz haben, uns aufzuhalten. 

Mehr zu Claudias Reiseplanung gibt es hier.

Wo genau wart ihr und wie habt ihr gewohnt?

Abgesehen von den ganz schlimmen Touri-Orten war es mir eigentlich egal, wo auf der Insel wir unseren Urlaub verbringen. Und so war bei meiner Recherche eher die Unterkunft das ausschlaggebende Kriterium, nicht die Ortschaft.
Fündig geworden bin ich schließlich auf Airbnb: ich habe die Wohnung gesehen und wusste sofort, die soll es sein! Mit dem Ort hatten wir auch noch totales Glück. Pollença mit seiner wunderschönen Altstadt und den vielen schönen Lädchen, Cafés und Boutiquen ist wirklich traumhaft. Eine Schweizerin, die ich dort auf dem Wochenmarkt kennen gelernt habe, erzählte mir, dass sie seit über 30 Jahren in dieser Gegend lebe und viele Spanier ihren Urlaub dort verbringen würden. Man hört also viel spanisch und weniger deutsch, was ja sehr angenehm ist 🙂

…und, wie war’s?

Alles in allem war es wirklich ein sehr schöner Herbsturlaub. Wir waren an superschönen Stränden (auch wenn es zum Baden doch meistens zu kalt war), haben tolle Ausflüge gemacht und malerische Orte gesehen. Den Kindern hat es auch sehr gut gefallen und insgesamt muss man sagen, dass Mallorca – besonders, wenn die Herbstferien nicht wie 2017 so spät sind – als Herbstreiseziel wirklich super funktioniert. Es ist nicht so weit, es ist relativ warm und auch mit den vielen Touristen wunderschön.

Etwas nervig fanden wir die vielen Rad-Touristen. Die bremsen einen buchstäblich aus, denn es sind wirklich viele. Man muss ständig extrem aufpassen, und jede Fahrt dauert gefühlt doppelt so lang.

Gibt es etwas zu beachten und hast Du sonst noch Tipps?

Wir haben ehrlich gesagt nicht mit so kaltem Wind gerechnet und ich hätte ruhig ein paar Sommerkleider zu Hause lassen können und stattdessen wärmere Kleidung und Regenschutz einpacken sollen. Am Anfang des Urlaubs war es noch relativ warm, und wir haben noch im (leider unbeheizten) Pool gebadet. Aber ab dem 3. Tag war es zum Baden zu kalt. Die Kinder sind zwar noch rein gehüpft, kamen aber mit blauen Lippen nach 10 Minuten schlotternd wieder raus. Das war natürlich schade. 

Vielleicht wäre es für uns etwas erholsamer gewesen, wenn wir ein Hotel mit Kinderbetreuung gebucht hätten. Das lag vor allem daran, dass wir aufgrund des nicht so guten Wetters unsere Unterkunft und besonders den Pool nicht so richtig nutzen konnten. Folglich mussten wir jeden Tag aus dem Haus, um etwas mit den Kindern zu unternehmen, und darauf waren wir nicht richtig vorbereitet. Wir haben also auf Gutdünken jeden Morgen geschaut, wohin es uns hinverschlagen wird. Die Mädchen machten da nicht immer so locker-flockig mit. Wer Kinder hat,  weiß, wie mühsam das sein kann, sich Ad hoc ein Ausflusziel zu suchen, alle zu überzeugen und schließlich startklar zu machen. Dafür haben wir aber umso mehr von der Insel gesehen!

Tipps

AUSFLÜGE

Wochenmarkt in Pollença nicht verpassen: jeden Sonntag von 8h bis 13.30h, im historischen Stadtzentrum. Einen Bummel durch die Altstadt. Einladende Boutiquen, nette Cafés und Einkaufsmöglichkeiten (viele Kinderläden). Viele schlichte Produkte made in Mallorca.

365 Stufen hat die Treppe auf dem Kreuzberg in Pollença. Oben wird man mit traumhaftem Ausblick auf das Tramuntanagebirge belohnt und die Kinder dürfen sich im Café neben der Kapelle ein Eis am Stiel aussuchen. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, eine Flasche Wasser dabei zu haben, denn der Aufstieg macht durstig und das Café ist nicht immer geöffnet. Auf dem Aufstieg kriegt man dafür tolle Kakteen zu Gesicht und wenn man Glück hat, kann man dem Gesang und dem Gitarrenspiel der an der Treppe sitzenden Spielern lauschen.

Mit dem Auto sind es zirka 20 Minuten Fahrt zum nächstgelegenen Strand Cala Sant Vicenç mit bezauberndem kristallklarem Wasser, unauffälligen Bauten in Strandnähe (keine Hochhäuser) und eindrücklichen Felsformationen. Bei uns kamen sogar wilde Ziegen an den Strand.

Eroski: Top Supermarkt für Großeinkauf.

Einmal haben wir einen Ausflug zum Torrent de Pareis, einem sehr beliebten Ausflugsziel (auch für Gruppen in Bussen) gemacht. Der Weg auf der Passstrasse rauf und wieder runter war für die Kinder sehr anstrengend (Kaugummi gegen Reisekrankheit nicht vergessen!). Wir mussten immer wieder entgegenkommenden Autos und Fahrrädern ausweichen. Der Strand ist eigentlich nur so lange schön, wie’s Sonnenlicht hat. Danach ist es etwas trist und unspektakulär, obwohl die Kulisse auf jeden Fall ein Besuch wert ist. Die Höhlen und der Canyon waren dann unsere Rettung. Das fanden die Kinder abenteuerlich und aufregend. Und die wilden schwarzen Katzen.

Schönster Strand, klein aber fein: Cala Portas Vels. Leider verpasst: Der Aufstieg zur Höhle.

Wer etwas USA-Feeling möchte, macht einen Ausflug zum riesen Outletcenter in Marratxí. Dort kann man shoppen, essen und die Kinder liebten das Karussel!

Stadtbummel in Soller mit Wochenmarkt (Samstags) und Fahrt in der Strassenbahn von 1913 (haben wir nicht gemacht, weil wir mit dem Auto zum Strand runter gefahren sind). Diese verbindet die Stadt und den Strand

AUßERDEM

Bioladen in der Calle de la Lluna 73 (frisches Gemüse, leckeres Baguette und Oliven). Direkt gegenüber ANGEL AGUDO Fashion & Juice: Eis am Stiel, ausgesuchte Fashionbrands, schöne Postkarten und zuckerfreie Lollies.

Shop in Palma: Ibiza Sluiz

Mietauto unbedingt vorher buchen, Kindersitz und Navi selber mitnehmen, kostet extra viel.

Packliste für den Herbsturalub am Meer