…und wie war’s auf
Bali?

5 Fragen an Nanette.
Reisebegleitung: Philip und Leah (9 Monate).

Nanette, ihr wart im März 2016 für 4 Wochen auf Bali. Wie seid ihr auf Bali gekommen?

Wir haben gute Freunde, die mehrmals jährlich mit Kind nach Bali reisen und nun sogar dort bauen. Außerdem kennen wir Leute, die nach Bali ausgewandert sind. Also mussten wir uns das endlich einmal anschauen. Die vielen Kontakte haben unsere Reiseplanung natürlich erheblich vereinfacht.

Wie war eure Anreise und wie habt ihr auf Bali gewohnt?

Wir sind am späten Nachmittag von Berlin nach Amsterdam geflogen und hatten dann einen Nachtflug nach Singapur. Von dort ging es dann weiter nach Denpasaar. Alles in allem ein sehr langer Trip, aber gut machbar.

Um in Ruhe ankommen zu können begann unser Aufenthalt in zwei traumhaften Hotels in Bingin/Ulu Watu am Meer. Nach zwei Wochen sind wir dann in eine Airbnb-Villa in Changgu gezogen (ein Surferparadies, allerdings ziemlich überlaufen). Danach ging es ins Landesinnere, nach Ubud, erst in ein Haus und zum Abschluss dann noch einmal in ein unglaublich schönes Hotel, um den Urlaub entspannt ausklingen zu lassen.

…und, wie war´s?

Es war wirklich wunderschön. Am meisten hat uns die Kinderfreundlichkeit der Balinesen gefreut – egal wo man hinkommt, die Menschen sind vernarrt in Kinder und das auf eine wirklich liebevolle und authentische Art . Dass Kinder willkommen sind merkt man z.B. auch in jedem Café oder Restaurant: wirklich überall gibt es Kinderstühle.

Dazu kommt eine wunderbare, scheinbar über der Insel hängende, entschleunigte Atmosphäre, die auch auf uns sehr schnell wirkte. Wo man hinsieht Tempel, Räucherstäbchen, Zermonien, Opfergaben – der Hinduismus ist auf Bali allgegenwärtig und trägt wohl wesentlich zur dieser beruhigenden Stimmung bei.

Und natürlich ist die Flora und Fauna auf Bali absolut beeindruckend. Für mich persönlich war es ein Traum, jeden Tag von so saftigem Grün umgeben zu sein und diese beeindruckende Landschaft mit Meer, Vulkanen und Bergen geniessen zu können. Unsere kleine Leah war total von den viele Gekkos auf der Insel beeindruckt. Noch Wochen nach der Reise hat sie darauf reagiert, wenn wir leise „Gekko“ riefen. Die nächtliche Beutejagd der Gekkos fanden wir Eltern mindestens genauso spannend wie Leah.

Einziges Manko während unserer Reise: Wir wären gern öfter einfach mal zur Haustür raus und los gelaufen, um die Gegend zu erkunden. Doch bis auf das recht touristische  Seminyak waren wir an keinem Ort, wo es für Fußgänger Gehwege gab. Wenn wir irgendwo zu Fuß hin wollten, sind wir also mit Baby auf den Strassen unterwegs gewesen, was nicht so angenehm war.

 
 
 
 
 
 

Warum ist Bali für Eltern und für Kinder toll?

Zusammenfassend würde ich sagen: tolle Natur, freundliche Menschen, geschmackvolle Unterkünfte, geniales Meer und eine einzigartige, gelassene und friedliche Stimmung.

Gibt es etwas zu beachten?

An dieser Stelle muss ich sagen, dass unsere Reise leider davon überschattet wurde, dass bei uns Eltern nach unserer Rückkehr Denguefieber ausbrach. Zum Glück blieb unsere Tochter verschont. Mich hat es zwei Wochen komplett umgehauen und ich weiß nicht, wie ich die Zeit ohne die Hilfe meiner Mutter bewältigt hätte.

Wir hatten uns vorab natürlich informiert und wussten über Dengue Bescheid, doch wirkte das alles recht weit weg, nicht zuletzt, weil vorab auch niemand aus unserem Bekannten- oder Freundeskreis darüber gesprochen hat. Nach unserer Rückkehr und nach Ausbruch der Krankheit, sah das jedoch ganz anders aus. Vielleicht lässt man mögliche Gefahren wie Krankheiten gerne mal unerwähnt, weil man niemanden den Urlaub madig machen oder sogar von einer geplanten Reise abbringen will. Ich kann an dieser Stelle nur empfehlen, sich vor der Reiseplanung einen Termin beim Tropeninstitut geben zu lassen und sich nicht nur telefonisch beraten zu lassen, wie ich das getan habe. Bali zählt momentan zu den Dengue-Hochrisikogebieten und das sollte man mit Baby einfach wissen und entsprechend abwägen.

Außerdem war es während unseres Aufenthaltes wirklich sehr heiss und wenn es nicht bewölkt war, hat die Sonne ziemlich geknallt. Deshalb genug Sonnenschutz (Creme, Sonnenhut, Hemd oder Anzug) und Mückenschutz (Netz, Repellent mit DEET und unauffällige, lockere Kleidung) einpacken!

Tipps

UNTERKUNFT

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ESSEN

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